Mittwoch, 21. Juli 2010

Sonntag, den 18. Juli 2010




Ja, ja ich versprach gestern über den ersten Schnorchelgang zu berichten. Aber manchmal......?!

Na ja, nun habe ich schon den zweiten Tauchgang hinter mir und so wird es Zeit zu berichten.

Ich gebe zu als Schwimmbadschwimmerin ist es mir nicht so wohl zu wissen, wer um mich herum so alles schwimmt. Und beim Schorcheln siehst du ja alles und jeden. So war ich zuerst mal froh, dass Bryan mich in Wasser absetzte, in dem ich stehen konnte. Aber trotzdem! Da war soooooooo viel um mich herum, na ja. Und von den Korallen wusste ich schliesslich, das sind lebende Organismen. Und kein Mensch gab mir die Sicherheit, dass die nicht doch mal beissen oder was auch immer tun.

Aber ich muss euch sagen, nach der ersten Stunde überwog der Spass, so dass ich mich gestern dann auf den zweiten Gang schon richtig freute. Und der war mit über 2 Stunden dann auch richtig lang. Da sind wir dann auch im tiefen Wasser gewesen. Es gab riiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeesige Korallenstöcke. Und auf jeder Höhe der Korallen andere Fische. Fische von 1 cm Länge bis ..................???????????????? Also so langsam habe ich richtig Gefallen daran, wenngleich auch noch viel, viel Respekt.

Parallel zu unseren Schnorchelgänge ist Bryan dann auch noch mit der Flasche getaucht. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich eine seiner Flossen nach dem nächtlichen Tauchgang habe fallen lassen. Und er hatte die Hoffnung sie bei Tauchen wieder zu finden. Es blieb dann allerdings bei der Hoffnung.

Gestern haben wir nochmals einen Besuch im Dorf gemacht in der Hoffnung etwas Obst erstehen zu önnen. Daraus wurde leider nichts. Der Cyclone vom April hat zu viel zerstört.

Wir bekamen zwar kein Obst dafür aber einen Lobster! Geschenkt! Der Fische meinte, er können oft genug bekommen, wir aber nicht. So gabe es gestern Abend Lobster und Salat und dazu ein Glas Weisswein. Hört sich doch gut an Oder?

Die heissen Quellen

Freitag, den 16.Juli 2010

Ich bin eine Woche hier!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Kaum zu glauben, aber es stimmt, ich bin erst(!) seit einer Woche auf Pacific Rose. Und ich fühle mich als sei ich seit Jahren hier. Wie jeden Morgen gabe es erst einmal eine Tasse Tee mit einem Kräcker mit Butter und Vegimalt (ja, ich bin bei einem Teetrinker!) Anschliessend ein Bad im Pazifik und dann das richtige Frühstück: Eine Banane, Stücke von Ananas und eine halbe Papaya. Nach dem Früchtegang folgte eine Scheibe Toast mit Corned Beef und einem Ei sowie dem obligatorischen Tee. Für mich mit etwas Zucker und Zitrone.

So und nun zu dem gestrigen Mahl. Man hatte im Haus des Dorfältesten vorgesorgt. Es gab gebratenes Lamm, gekochtes Huhn, den mit Bryan erledigten Fisch, frisch gebraten. Dazu Yamwurzel, Tarowurzel, Taroblätter mit einer Art Kokosmilchsosse, Kürbis mit einer Füllung aus Knoblauch und Knoblauch. Das meiste wurde gemeinsam in einem Erdofen gegart. Es gibt hier in den Häusern keine Kühlschränke zum Aufbewahren der Reste. Somit musste alles aufgegessen werden. Dementsprechend waren nicht nur wir sondern auch Kathi und Gavin und deren Vater (aus Australien), eine Schwiegertochter von Arthur Packering, dem Dorfältesten, und ihr Mann sowie die Ehefrau Sandra und ein Sohn da.

Anschliessend an eine kleine Ruhepause gab es das traditionelle Sevu Sevu, das wir am Tag zuvor als Kava vorbei gebracht hatten. In einer traditionelle Art wird das Kava, eine milde Droge, zubereitet und anschliessend in der Runde konsumier. Kava beruhigt, macht etwas schläfrig und besänftigt. Eine nicht zu starke Wirkung.

Anschliessend an eine weitere Ruhepause machten Bryan und ich uns zu einem Amerikaner auf, der ein Resort betreibt. Bryan hatte ihn im letzten Jahr einige Fischmagazine versprochen, die wir nun vorbei brachten.

Danach - auf dem Rückweg- machten wir den empfohlenen Abstecher zu den heissen Quellen des Dorfes. Die Insel ist vulkanischen Ursprunges und noch nicht so alt. An einem Punkt strömt 100° heisses Wasser aus dem Boden, das die Dorfbewohner mittels Bambusrohren zu 3 Becken in einem Bach leiten. Je nach Wusch kann man in unterschiedlich warmem Wasser mitten im Dschungel ein Entspannungsbad nehmen. Danach kommen einem 35° Aussentemperatur richtig kühl vor.

Um zum Boot zu kommen hiess es anschliessend wieder: Schlammpackung bis zu den Knien. Denkt dabei aber bitte nicht an klinisch gereinigten , schönen Dreck! Nee, richtig dicke fette knatschende Eierpampe, wie der Berliner sagen würde.

Naja, und nun sind wir wie gesagt schon am Freitag Nachmittag. Bryan hat sich die Haare schneiden lassen. Ich muss ja schliesslich Leistung erbringen und bin nicht zum Urlaub hier. Gemeinerweise habe ich die Gelegenheit genutzt und gut gekürzt! Ich finde es gut. Mal sehen wie ihr es findet, wenn ihr das nächste Foto seht.

Ansonsten sieht der Plan für heute - bei Niedrigwasser - einen ersten Schnorchelgang vor. Bryan hat wie versprochen Flossen und Tauchmaske besorgt. Beides passt perfekt. Und ich habe in Auckland einen Tauchanzug und Tauchschuhe gekauft. Beides wird heute also zum Einsatz kommen. Zuvor gibt es aber noch Lunch - Tomatenbrot und - wie soll es anders sein - eine Tasse Tee!

Einladung

Donnerstag, den 15. Juli 2010

Nein, gestern gab es dann doch keine Hummer oder Langusten mehr. Trotz einheimischem Führer keinen Erfolg. Dafür haben die beiden mit dem Speer ungefähr 10 Fische erledigt, einen davon in „normaler“ Haushaltsgrösse für uns und die anderen für das Dorf. Darunter war einer von ca. 1m Länge!

Heute Mittag werden wir uns wieder durch den Schlamm zum Dorf aufmachen. Wir sind zu einem traditionellen Essen des Dorfes eingeladen. In Steinöfen - eingegraben in die Erde - werden wir gemeinsam etwas essen. Später darüber mehr.


Mittwoch, den 14. Juli 2010

Ein Morgen um romantisch zu werden! Blauer Himmel, ein leicht gekräuseltes Wasser um uns, Früchte zum Frühstück und ein Bad im warmen Wasser. Mensch- was willst Du mehr? Einfach nur leben, sinnieren, Musik mit dem Kopfhörer - mehr braucht 's nicht zum glücklich Sein.

Am Nachmittag machen wir unseren „Antrittsbesuch“ beim Ältesten, bringen Kava vorbei und werden eingeladen uns überall aufzuhalten. Keine Beschränkung. Das sevu sevu hat gewirkt. Zugleich erfahren wir, dass es neue permanente Bewohner gibt. Australier. Und so gehen wir auf einen „Schwatz“ vorbei. Ich verstehe ausser der Gestik fast nichts vom Gespräch. Soviel nur - sie ist eine Ärztin und er ein Ingenieur. Beide aus Australien. Sie arbeiten aber in Singapore und haben sich in die Gegend verliebt und ein Haus gebaut.

Um die beiden zu erreichen müssen wir bei Ebbe durch dicken Schlamm waten. Kinder, wann habt ihr zum letzten Mal in Eierpampe gespielt, wie der Berliner sagt? Schlamm, Matsch, Dreck, einfach nur -igittegitt! Es zieht mir bei jedem Schritt die Crocs aus, die ich dann 20 cm tief aus dem Schlamm buddeln muss. Meine Füsse sind jetzt - Stunden später noch dreckig! Unbeschreiblich!

Bryan trifft bei dem Besuch einen Einheimischen und verabredet sich mit ihm nach Lobstern zu tauchen. In der Nacht! Im Stockdunklen. Ich sitze derweil an Bord und schreibe Euch. Zuvor habe ich den Salat vorbereitet - Kopfsalat, Gurke, Mohrrübe, rote Zwiebel und die Salatsauce (in etwa) vom Chinesen aus Gstaad. Ich hoffe es geht alles gut beim Tauchen. Schliesslich ist es inzwischen Stockdunkel geworden. Also sind auch die nicht so nette Zeitgenossen im Wasser unterwegs. Zum Ergebnis der Tauchaktion morgen mehr!

Fawn Harbour




16°44S 179°43 E oder Fawn Habour - das ist unsere neue Position. Wir sind - leider unter Motor - weiter gefahren. Die nächste Position auf unserer Reise ist eine kleine Bucht - Fawn Harbour. Hier war ich bereit im letzten Jahr mit Jens. Ein kleines Dorf, ein Fischstation und einige wenige Ausländer leben hier.

Ich habe mich während der 5 1/2 Stunden auf dem Meer möglichst im Schatten aufgehalten. Trotzdem tragen ich den berühmten „weissen“ Bikini. Die UV-Strahlung ist hier und besonders auf dem Meer einfach sehr, sehr hoch.

Es geht weiter!

Dienstag, den 13. Juli 2010

16°48'S 179°17?E oder „Jean-Jacques Cousteau Resort“ - das ist unsere Adresse im Moment. Wir haben gestern Abend den Hafen von Savu Savu verlassen, nachdem wir viele Vorräte gebunkert haben. Der Wassertank sind voll, die Formalitäten beim Zoll erledigt und wir auf „grosser“ Fahrt.

Es ging nicht weit - nur etwa 1 Stunde und das unter Motor und ohne Segel. Aber es war der Start in ein Abenteuer.

Nach der Stunde Fahrt, bei der ich ein wenig über die im Moment notwendigen Instrumente gelernt habe, wurde geankert und dann zum ersten Mal seit einem Jahr wieder in salzigem Wasser gebadet. Warm!!!!!!!! Wunderbar!!!!!!!!!! Herrlich!!!!!!!!!!

Heute Morgen - vor dem Frühstück - das erste Bad im Pacific. Ich bin ein Glückspilz! Noch vor dem Frühstück probiere ich meine neue Brille aus. Ja, ich kann wirklich mehr sehen im Wasser. Durch die Polarisierung ist die Spiegelung auf der Wasserober-fläche aufgehoben und ich sehe Hunderte von Fischen. Und davon gleich mehrere Gruppen. Es stellt sich mir allerdings zugleich die Frage: Will ich wirklich wissen, was da alles im Wasser schwimmt? Ich bin schliesslich ein Schwimmbadmensch. Und als solcher nicht gewohnt mir das Wasser mit Tieren zu teilen. Es dauert bestimmt eine Weile bis ich das wirklich gut finde.

Sonntag, 11. Juli 2010

Wozu braucht man eine Nähmaschine?





Wozu man eine Nähmaschine braucht? Auf jeden Fall nicht nur zum Nähen, wie ihr auf dem Foto seht.

Ansonsten ist zum heutigen Tag nur eines zu sagen: Super! Strahlend blauer Himmel und eine wunderbare Sonne. Heute Abend mag ich vielleicht fluchen über die Sonne, aber im Moment geniesse ich sie. Der Himmel wusste anscheinend, dass ich bei meiner Ankunft erst einmal 2 Regentage brauche.

Bis später!